Raspberry Pi Drop — der Implant im Schrank
Elliot legt Hardware, wo niemand hinsieht. In der Serie ist das Drama. Im Job ist es ein physischer Zugangstest mit Auftrag, Foto, Zeitfenster und einem Stick, den du hinterher wieder einsammelst.
Kein Drop in fremden Büros, Serverräumen oder Cafés. Nur dein Labor, dein Rack, deine Wohnung.
Was du baust
Einen Pi (Zero 2 W reicht) als bewussten Netzwerk-Implant:
- eigener User, SSH nur mit Key
- festes Labor-WLAN, keine offenen Hotspots
- ein Recon-Skript, das nur die Labor-Range scannt
- eine LED oder ein Log, das verrät: ich laufe, ich sehe Hosts X/Y
Nicht: Reverse-Shell ins Internet, nicht: fertige C2-Images von irgendwo.
# /opt/lab/recon.sh — Scope steht fest
#!/usr/bin/env bash
set -euo pipefail
SCOPE="192.168.88.0/24" # nur dein Labornetz
OUT="/var/log/lab-recon.txt"
nmap -sn "$SCOPE" -oG - | awk '/Up$/{print $2}' >> "$OUT"
Ablauf wie ein echter Physical
- Pi im Gehäuse, das nicht nach „Hacker“ aussieht — oder genau danach, je nach Übung.
- Vorher: schriftlich festhalten, wo er landen darf (dein Schrank).
- Einstecken, 15 Minuten, Log prüfen: welche MAC hat er gesehen?
- Wieder einsammeln. Foto vom Fundort. Das ist die Übung, nicht der Scan.
Verteidigung, die in der Serie zu kurz kommt
- Leere RJ45-Buchsen im Besprechungsraum: unpatched, oder 802.1X.
- NAC / Port-Security: unbekannte MAC bleibt stumm.
- Regelmäßiger Blick in den Schrank ist immer noch die beste IDS.
Nächster Schritt
Schreib eine eine-Seite-Policy: „fremde Hardware im Netz“. Wenn der Pi in deinem Labor auffällt, ist die Policy gut. Wenn nicht, hast du den nächsten Guide — für die Verteidiger, nicht für die Hoodie-Fantasie.